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CLEANSI RATGEBER · WISSENSWERTES

Papierhandtücher für den Waschraum: Falzung, Format und Material vergleichen

Ein Karton Papierhandtücher passt nicht automatisch in jeden Spender. Wer Falzung, Blattmaß und Spendertechnik vor dem Kauf abgleicht, vermeidet Fehlkäufe und unnötige Unterbrechungen beim Nachfüllen. Diese Checkliste hilft für Waschräume in Betrieb und Haushalt.

Stand: Oktober 2026 · Lesezeit etwa 7 Minuten

Graue Papierhandtücher in ZZ-Falzung aus dem Cleansi-Sortiment
Vor der Bestellung abgleichen
  • Spendersystem: gefaltete Blätter, Außenabrollung oder Innenabrollung?
  • Falzung, gefaltetes Blattmaß, Ausgabeschlitz und Füllhöhe müssen zusammenpassen.
  • Lagen, Papiermaterial, Blätter pro Karton und tatsächlicher Verbrauch bestimmen die laufenden Kosten.

Mit dem vorhandenen Spender beginnen

Notieren Sie Hersteller, Modell und die Angaben auf dem Spender. Nimmt er gefaltete Blätter oder eine Rolle auf? Bei Falthandtüchern zählen Breite und Tiefe im gefalteten Zustand, Falzart, Füllhöhe und Ausgabemechanik. Bei Rollen sind Rollenbreite, Außendurchmesser, Kerndurchmesser und die Art der Abrollung wichtig. Eine „ZZ-Faltung“ allein ist keine Passgarantie: Zwei ZZ-Artikel können unterschiedliche Maße haben.

Halten Sie die Daten des Spenders neben die Produktdaten. Prüfen Sie nicht nur, ob der Stapel hineinpasst, sondern ob sich ein einzelnes Blatt ohne Reißen entnehmen lässt. Bei einem Systemwechsel gehören Spender und Nachfüllpapier zusammen in die Kalkulation. Hersteller wie Tork kennzeichnen ihre Nachfüllungen nach Spendersystem; die Systembezeichnung ersetzt nicht den Abgleich bei einem fremden Spender.

V-, ZZ-, Z-, C- und Interfold: Was ist der Unterschied?

Die Begriffe werden im Handel nicht immer einheitlich verwendet. V- oder ZZ-Falz beschreibt meist mittig gefaltete, ineinandergelegte Blätter. Zieht man eines heraus, wird das nächste ein Stück mitgeführt. Z-Falz und Interfold bezeichnen ebenfalls verzahnte Mehrfachfaltungen; Anzahl der Segmente und gefaltetes Maß können variieren. C-Falz meint einzeln übereinanderliegende, nach innen eingeschlagene Blätter, die nicht in gleicher Weise ineinanderhängen. Der Hersteller Franz Mensch beschreibt die gängigen Falzarten und ihre Entnahme.

Mehrfachfaltungen werden je nach Anbieter auch als W-, M- oder Interfold bezeichnet. Für den Einkauf ist daher die technische Zeichnung oder das gefaltete Maß verlässlicher als der Buchstabe allein. Ein C-Falz-Stapel kann in einem auf ineinandergelegte Tücher abgestimmten Spender unpraktisch sein; ein breiter Interfold-Stapel kann im schmalen Spender klemmen. Machen Sie bei einem neuen Papier idealerweise eine Probebefüllung.

Einlagig oder zweilagig?

„2-lagig“ bedeutet, dass das Blatt aus zwei verbundenen Papierlagen besteht. Das kann sich weicher und stabiler anfühlen. Ob tatsächlich weniger Blätter pro Händetrocknung benötigt werden, hängt aber auch von Papiergewicht, Prägung, Blattgröße und Nutzerverhalten ab. Ein gutes einlagiges Papier kann für einen bestimmten Spender und ein hohes Besucheraufkommen wirtschaftlich sein; ein zweilagiges kann für Komfort sorgen. Die bloße Lagenzahl ist kein Qualitätsbeweis.

Vergleichen Sie Blattmaß und Blattzahl statt nur den Kartonpreis. Beispiel: Bei 3.200 Blättern pro Karton und durchschnittlich zwei Blättern pro Nutzung reicht ein Karton rechnerisch für 1.600 Nutzungen. Brauchen Nutzer bei einem anderen Papier drei Blätter, sinkt die Reichweite entsprechend. Das ist eine Planungsrechnung, keine Verbrauchsprognose für jeden Waschraum. Beobachten Sie Ihren tatsächlichen Verbrauch über mehrere Wochen.

Für eine faire Kostenrechnung teilen Sie den Kartonpreis zunächst durch die Blattzahl. Multiplizieren Sie diesen Wert mit der tatsächlich benötigten Blattzahl pro Händetrocknung. Hinzu kommen Nachfüllaufwand, Lagerplatz und gegebenenfalls der Anschaffungspreis eines neuen Spenders. Ein kleineres Blatt kann günstiger sein, solange Nutzer nicht regelmäßig ein zusätzliches Blatt brauchen. Messen Sie das in Ihrem Waschraum, statt allein aus „einlagig“ oder „zweilagig“ zu schließen.

Recyclingpapier, Zellstoff und Umweltzeichen

Recyclingfaser nutzt bereits vorhandene Papierfasern. Das Umweltbundesamt empfiehlt Recycling-Hygienepapier, besonders mit dem Blauen Engel. Denn Hygienepapier kann nach Gebrauch meist nicht erneut in den Papierkreislauf. „Grau“ oder „ECO“ im Produktnamen allein belegt weder einen bestimmten Recyclinganteil noch ein Umweltzeichen. Maßgeblich sind die konkreten Material- und Zertifikatsangaben des Herstellers.

Zellstoffpapier aus Frischfasern ist oft heller; Helligkeit sagt jedoch wenig über die Eignung im Spender aus. Entscheiden Sie nach Spenderkompatibilität, erforderlichem Komfort, belegter Materialherkunft und Gesamtverbrauch. Für Einrichtungen mit Hygieneplan müssen auch dessen Vorgaben zur Bereitstellung und Entsorgung berücksichtigt werden.

Praxischeck beim ersten Karton

Füllen Sie den Spender probeweise nur bis zur vorgesehenen Markierung. Ziehen Sie mehrfach mit einer Hand ein Blatt heraus: Kommt jeweils nur ein Tuch, ohne dass das nächste zurückfällt oder mehrere Blätter mitkommen? Lässt sich der Spender nachfüllen, ohne den Stapel zu quetschen? Beobachten Sie auch, ob Papier im Ausgabeschlitz reißt oder auf dem Boden landet. Diese einfachen Beobachtungen zeigen mehr über die Eignung als die Falzbezeichnung auf dem Karton allein.

Häufige Fragen

Passt jedes ZZ-Handtuch in jeden ZZ-Spender?

Nein. Breite, gefaltete Tiefe, Füllhöhe und Entnahmeöffnung können abweichen. Vergleichen Sie die technischen Maße und testen Sie bei einem Wechsel die Entnahme.

Sind V-Falz und ZZ-Falz dasselbe?

Die Bezeichnungen werden häufig für ineinandergelegte, mittig gefaltete Tücher verwendet. Verlassen Sie sich dennoch nicht nur auf den Namen, sondern prüfen Sie Blattformat und Herstellerzeichnung.

Sind zwei Lagen immer saugfähiger?

Nicht zwingend. Lagenzahl ist nur ein Merkmal. Papiergewicht, Prägung und Größe beeinflussen, wie viel Wasser ein Blatt in der Praxis aufnimmt.

Was unterscheidet Innenabrollung von Falttüchern?

Bei der Innenabrollung wird Papier aus der Rollenmitte entnommen. Dafür braucht es einen passenden Rollenspender; ein Falttuchspender kann die Rolle nicht aufnehmen.

Ist graues Papier automatisch Recyclingpapier?

Nein. Prüfen Sie den ausgewiesenen Faseranteil und ein gegebenenfalls genanntes Umweltzeichen. Die Farbe allein ist kein Nachweis.

Wie berechne ich den Monatsbedarf?

Besuche pro Tag × tatsächlich verbrauchte Blätter pro Nutzung × Öffnungstage ergibt einen Startwert. Ergänzen Sie eine Reserve und prüfen Sie nach der ersten Nachfüllperiode die realen Zahlen.

Aktuell verfügbare Beispiele aus dem Sortiment

Die beiden ZZ-Artikel sind derzeit vorrätig. Sie unterscheiden sich bei Lagen, Material und Blattmaß. Prüfen Sie die genaue Spenderkompatibilität vor der Bestellung.

RECYCLINGPAPIERGraue ECO-Papierhandtücher, ZZ-Faltung1-lagig, 25 × 23 cm; laut Artikelbeschreibung aus 100 % Recyclingpapier. Spendermaß prüfen.Produkt ansehen → GEFALTETE BLÄTTERWeiße Papierhandtücher, ZZ-Faltung2-lagig, 25 × 21 cm und 3.200 Stück pro Karton. Für passende Einzelblattspender.Produkt ansehen →

Quellen und Hinweise

Die Kompatibilität eines konkreten Spenders muss anhand seiner technischen Angaben geprüft werden.